Freileitungsbau

Im Freileitungsbau ticken die Uhren anders: Von der Projektierung über die Plangenehmigung bis zur Ausführung können locker acht bis zehn Jahre verstreichen. Im Gegensatz dazu ist wegen des kurzfristigen Planungszeitraums in der Ausführungsphase die schnelle Erledigung der Arbeiten von höchster Priorität.


Im Freileitungsbau zählt neben dem Können auch die Erfahrung. Dies beginnt bereits bei der Wahl der Materialien für die Masten: Bis 16 kV sind diese in der Regel aus Holz, bis ca. 150 kV sind es Beton- oder Stahlrohrmasten und für Spannungen zwischen  220 kV und 380 kV ausschliesslich Gittermasten. Daraus ergeben sich dann auch unterschiedliche Montagetechniken, je nachdem mit Kran, Helikopter oder Nadel. 
 
Ins Kapitel «Know-how und Erfahrung» gehört auch, dass der Freileitungsbau als Risikoarbeit klassifiziert ist und deshalb nur speziell ausgebildetes Personal eingesetzt werden darf. Genaue Richtlinien und Weisungen schreiben vor, wie die Arbeiten auf der Baustelle auszuführen sind und wie das Personal ausgebildet sein muss. Neben dem Wissensstand der Fachleute wird auch sicherheitsrelevantes Zubehör wie persönliche Sicherheitsausrüstungen (PSA) und Schlaufen, Gurten, Höhensicherungsgeräte etc. geprüft und eingesetzt.